Ein Erlebnis für Aug und Ohr bietet die 3-Mann-Band aus dem Parhamerplatz'schen Proberaum. Zum Bewundern gibt's einerseits die aussergewöhnlichen Musikinstrumente wie Kofferschlagzeug, Selbstbau-Bassbox aus Auto-Lautsprechern oder der elegante Gitarren-Hornlautsprecher, der eher wie eine extravagante Blumenvase aus der Jahrhundertwende aussieht, angetrieben vom 5-Watt-Eigenbau-Röhrenverstärker - alles vom Akku versorgt - während also andere Bands einen eigenen 380V-Stromkreis benötigen, kommen die Fenzls ganz ohne Netzkabel aus und so kann man der Band auch schon mal im Park bei einer gepflegten Blues-Session begegnen.

Wenn die drei dann loslegen, bleibt keiner am Hocker sitzen. Man merkt der Band sofort die Liebe zur Musik und zur Technik rundherum an denn sie bringen's in jeder Hinsicht zur Perfektion. Der Vintage-Sound is gigantisch guat, mit Sicherheit authentischer als wenn ein Gitarrist mit einer Original 66er Fender daherkommt. Und auch wenn Edi Fenzl's großartige Fähigkeiten an der Gitarre im Vordergrund stehen mögen, so ist er doch nur ein Teil des Ganzen weil sich erst mit den schnatternden Grooves von David Fenzl und dem vituos erdigen Bass von Jan Fenzl die wahre Experience offenbart.


(Fenzl Experience im Jetzt 2006. Damals noch mit Bassistin Adele Fenzl)