5 Jahre nach der Erlebnistour aufs Hochkar wagten wir uns wieder auf den Berg. Angesichts der großen Entfernung, des ewig schlechten Wetters am Hochkar und nicht zuletzt um Schnee-ketten-wegsprengen-zu-ersparen, entschieden wir uns für den Hirschenkogel, den ich zwar vom vorbeifahren seit meinem zweiten Lebensjahr oder so kenn (speziell den Babyhang zur Rechten fand ich immer so süß), aber noch nie die Ehre hatte, einen der links, ähm nordwestlich gelegenen, richtig anspruchsvoll wirkendenen Hänge talwärts zu bezwingen.

Den allzu morgendlichen Treffpunkt haben beinahe alle gecheckt, der bestellte Bus wär auch fürs Flex zu groß gewesen, so hatte jeder seine eigene Sitzreihe (manch einer benötigte diese aufgrund der Vortagesfettn auch wirklich), Kaffee floss in Strömen, das Lunchpaket erfreute sich großer Beliebtheit, so wurden eifrig Kirsch-Sunkists gegen Orangene getauscht, Wurst- gegen Käsesemmerl und, ja die Mandarinen waren anscheinend a Schas - na was solls.

Das Wetter war mehr oder weniger großartig, die rund 20 Teilnehmer bei bester (sic) Laune, der genmanipulierte Kunstschnee grandios und die Musik auf den Schihütten vertraut fürchterlich. Die Pisten sind in der Tat sehr schön zu fahren, auch sehr schön gelegen und auch sehr heiß kann einem werden, wenn man sich mal einen Stehplatz in so einer HiTech-Gondel erkämpfen muss. Seil- oder Sesselbahntechnische Defekte hat's überraschenderweise nicht gegeben, Hubschraubereinsätze aufgrund unfähiger Ungarn, die scheinbar ihre Schi zum ersten Mal live auf ihren Haxen sahen um gleich mal ebensolche
fremde Haxen abzusägen pflegten, umso öfter. Vorsicht sei geboten! In Wien's nächstem Schiparadies verkehren jede Menge unfähige Kamikaze!!! Im nahen Umkreis der Talstationen, also dort wo die sportlichen Menschen kokett abschwingen, sollte man sich nicht zu lange aufhalten, weil .... ja, alle fünf Minuten ein Pistenteufel das mit dem Abschwingen nicht so genau nimmt.

Zurück zum Wesentlichen:
Den meisten Spaß hatten wir selbstverständlich auf der Schihütte bei weit über 100 Obstler (alle gemeinsam bitte sähr!). Der Joe kanns halt doch nicht lassen, in Stamperl und klarem Inhalt verliebt, musste er seine Schützlinge animieren, zu sssssaaaaaauuuuuffffffffeeeeeeennnnn wos geht. Schließlich haben wir noch sämtliche Schnapsgläser mitgehen lassen, weil in den Tagen davor vü zvü davon im Jetzt zertrümmert wurden (wie des halt so üblich is), weswegen uns der Semmeringer Nachschub sehr gelegen kam. Was sollt ma denn sonst machen, wemma ham kumman und net weitertrinken können aus dem Glase wir gewohnt es seien...
Der Daniel, der ja schon in der Woche davor seine Bandln übertraktiert hat und sich demnach hauptsächlich aufs saufen konzentrierte, wagte es mit der Kerstin auf einem Serviertablett die Rodelbahn kennenzulernen, was ihm auch (überraschenderweise ohne schwerer Verletzungen) ausgezeichnet gelang. So fanden alle gesund und munter den Bus wieder, in welchem schon feine reine Cocktails warteten. Und weil .... viele viel trinkende Menschen auch öfters aufs Klo müssen, wurde dieses .... ähm.... so wie in Schulschikurszeiten als Raucherkammerl degradiert. Busfahrer Bogdan nahms gelassen oder vielleicht auch gar nicht zur Kenntnis, doch bis zu vier Mann in einem Busklo müssten der Gewichtsverteilung wegen eigentlich schon das Fahrverhalten beeinträchtigen. However.

Zu guter letzt fanden wir uns alle an unserer bestens bekannten Bar wieder. Und ja. Natürlich wurde weitergesoffen. Die härtesten hielten es, glaub ich, bis halb12 aus, dann konnten alle dieses Kapitel in ihren Träumen abschließen, bevor sie ihr Schädel am nächsten Tag wieder daran erinnerte...

Danke an Kerstin für die Fotos und allen Teilnehmern - war echt ein supercooler Tag.